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Ort: MARK Salzburg / Hannakstraße 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 17. Juli 2026 am Abend, Von 18:00 – 19:00 & ca. 19:30 – 20:30
An der Gesellschaft, in der wir leben, haben viele Leute etwas auszusetzen — oft aber das Falsche. Diese falschen Kritiken finden sich immer wieder auch in den Texten von Punkbands.
Bei diesem Workshop im Rahmen der Pestspiele wollen wir uns ein paar Zitate aus Liedern verschiedener Bands vornehmen und unsere Kritik daran vorstellen. Wir wollen uns dabei viel Zeit nehmen, um mit euch zu diskutieren, was die Textpassagen jeweils Richtiges bzw. Falsches über die Gesellschaft aussagen und ob unsere Kritik treffend ist.
Wir haben den selben Workshop bei den Pfingst-Pestspielen 2025 schon einmal gemacht, haben ihn seitdem aber überarbeitet und einen Abschnitt hinzugefügt. Es gibt also auch Neues für Leute, die beim ersten Mal dabei waren.

Am 20.12.25 erschien im „Der Pragmaticus“ ein optimistischer Artikel zum Thema Arbeit und Technologie namens „Keine Angst vor der KI!“ von Christian Ortner. In seinem kurzen Kommentar will er uns die Sorge vor erhöhter Arbeitslosigkeit durch die Künstliche Intelligenz nehmen.

Als nennenswertes historisches Beispiel führt der Journalist die Vernichtung von 12.000 Arbeitsplätzen nach Einführung des Tonfilms an. Die im Kino bis dahin üblichen Musizierenden wurden nicht mehr gebraucht.
Das damit einhergehende Aufblühen der Filmindustrie hat eine Vielzahl neuer Stellen und Berufe geschaffen, womit die arbeitslosen Kinomusiker zum „traurigen Einzelfall“ degradiert werden.
Bei Christian Ortner, der sich selbst „neoliberaler Bösewicht“ nennt, geht die Kosten-Nutzen Rechnung am Gegenstand „technologische Innovation und Arbeitsplätze“ wie folgt aus: „Einzelne um ihren Job bringen, insgesamt aber überhaupt keine Arbeitslosigkeit generieren“. Was dabei jedoch verkannt wird, ist, dass ja akut trotzdem Arbeitslosigkeit entsteht und Menschen ihr derzeitiges Lohnverhältnis und damit ihre Lebensgrundlage genommen wird.
Da die Anstellung bei den Kinos die Lebensgrundlage der Kinomusiker war, mussten diese wohl wieder irgendeinen Job annehmen (falls sie einen finden!). Die Arbeitslosigkeit nahm also wieder ab. Was das dann für eine Anstellung war und wie diese entlohnt wurde, ist in dieser Rechnung einerlei: Solange es gesamtwirtschaftlich bergauf geht, sind einzelne Schicksale ein lohnenswertes Opfer. Vor allem wenn „heute [noch kaum jemand weiß], dass es diesen Beruf je gegeben hat“.
Ort: MARK, Hannakstr. 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 18. 07. 2025, 14:30
Die Wirtschaft Österreichs ist nach den Prinzipien einer ökosozialen Marktwirtschaft geregelt. wikipedia
An dieser Wirtschaftsordnung ist Folgendes bemerkenswert: Die Läden sind voll, Fabriken produzieren mit nie dagewesener Effizienz lauter nützliche Dinge. Und gleichzeitig fehlt es vielen Menschen sogar an lebensnotwendigen Produkten; nicht nur irgendwo in Osteuropa oder Afrika, sondern mitten im wirtschaftlich starken Österreich.
Auch der Konsum der Produkte ist häufig ein sehr eingeschränktes Vergnügen. Elektrogeräte gehen pünktlich zum Ende der Gewährleistungsfrist kaputt und über Lebensmittelskandale wird regelmäßig berichtet.
Bei diesem Workshop wollen wir über die grundlegenden Prinzipien der Marktwirtschaft sprechen. Und darüber, was aus ihnen folgt. Im Widerspruch zu der verbreiteten Annahme, dass die oben beschriebenen Probleme nur Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft sind, behaupten wir nämlich: Die Marktwirtschaft bringt diese (und weitere) Probleme zwangsläufig dadurch hervor, dass Waren in dieser Wirtschaftsordnung nur hergestellt werden, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen.
Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen und mit uns zu diskutieren. Ganz egal, ob ihr die Marktwirtschaft befürwortet, ablehnt oder euch unsicher seid, was ihr von ihr halten sollt.
Der Workshop endet spätestens, wenn die Konzerte anfangen. Ihr müsst euch also nicht zwischen uns und den Bands entscheiden.

Ort: Atelier im Volksheim – neben Jazzit / Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Dienstag 10.Juni 2025, 18 Uhr
Wir wollen nicht, dass der Milliardär Wolfgang Porsche den Kapuzinerberg aushöhlt, damit er auf öffentlichem Grund zu seiner unterirdischen Garage kommt. Hier wurde über die Köpfe der Salzburger Bevölkerung hinweg entschieden, damit sich ein (1) Mann einen 500 Meter langen privaten Tunnel in einem Landschaftsschutzgebiet bauen kann.
So startet eine Unterschriftenliste gegen das private Bauprojekt von Wolfgang Porsche. Wer sich über die Zerstörung eines geliebten Erholungsorts in Salzburg ärgert, wird keine Kritik von uns ernten. Die Unterschriftenliste will jedoch weit mehr: Das Faktum, dass ein Milliardär seine Interessen gegen Leute wie „du und ich“ durchsetzen kann, wird zum Skandal gemacht.
Weil wir in einer Stadt leben wollen, in der… … Entscheidungen für die Bevölkerung und nicht für einzelne Superreiche getroffen werden … Stadtpolitik transparent gemacht wird … öffentlicher Raum nicht an Privatpersonen verscherbelt wird
Wir stellen die freche Behauptung auf: Gegenüber den schäbigen Verhältnissen von Arbeitsstress, Angst vor Armut, Zerstörung der Umwelt usw. usf. wird das Ideal hochgehalten, dass mit den richtigen, den solidarischen, sozialen, … Politiker*innen doch alles besser werden könnte.
Mit ihren Forderungen lobt diese Petition somit diese Gesellschaft, die doch eigentlich ganz toll sein könnte. Dabei wird ausgeblendet, dass die kritisierten Gründe genau von dieser Gesellschaft notwendig herbeigeführt werden.
Wir freuen uns, wenn Ihr Lust habt mit uns über unsere These und den Inhalten der Petition zu diskutieren.
Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Die „Zusammenhalten statt spalten“ Demonstration fand am 21.9 statt. Wir hatten am Inhalt der Ankündigung einiges auszusetzen und haben versucht unsere Kritik in einem Flyer, den wir dort auch verteilt haben, publik zu machen. Hier der Text des Flyers:
Nicht zusammenhalten, sondern für eine vernünftige Gesellschaft kämpfen
Mit Blick auf die Nationalratswahlen wird in Salzburg für eine Demo unter dem Motto Zusammenhalten statt Spalten mobilisiert. Die aufrufenden Gruppen wollen damit zeigen, dass man mit Zusammenhalt mehr erreichen kann als mit Hetze und Hass. Wir kritisieren im Folgenden den Aufruftext und das, was sich aus ihm an Vorstellungen über diese Gesellschaft ableiten lässt.
Die Veranstalter*innen der Demo sind offensichtlich der Meinung,dass die Gesellschaft besser ist, wenn sie zusammenhält, bzw. schlimmer, wenn sie gespalten ist. Schon an diesem Punkt widersprechen wir: Ob Zusammenhalt in einer Gesellschaft überhaupt wünschenswert ist, hängt von den existierenden Interessenwidersprüchen ab. Wir schlagen vor, sich diese Widersprüche zunächst einmal genauer anzusehen, anstatt sie mit Zusammenhalt unsichtbar zu machen. Es kann durchaus Sinn machen, sich hinter ein bestimmtes Interesse zu stellen und gemeinsam einen gesellschaftlichen Konflikt anzustreben – in anderen Worten, eine Spaltung zu verursachen.
Zusammenhalt ist für sich genommen nichts erstrebenswertes.
Mit dem Zusammenhalt, den die Veranstalter*innen beschwören, wollen sie ihren Zielen wie Klimaschutz und einem guten Leben für alle näher kommen. Sie meinen, dass Hetze und Hass der Erreichung dieser Ziele im Weg stehen. Wir denken, dass es viel grundlegendere Ursachen für das schlechte Leben der allermeisten und die sich anbahnende Klimakatastrophe gibt:
- Nicht Hass, sondern der angestrebte Profit motiviert Unternehmen, die Löhne ihrer Angestellten immer möglichst niedrig zu halten.
- Das selbe Profitstreben steht im Widerspruch zu umwelt- und klimafreundlicherem Wirtschaften: Müllentsorgung und grünere Technologien sind da eben immer zuallererst Kostenpunkte, die sich zu rentieren haben.
- Auch ganz ohne Rassismus und „Hetze“ kalkuliert ein kapitalistischer Staat, wie viele Ausländer*innen aus welchen Staaten und zu welchen Zwecken er auf seinem Hoheitsgebiet haben möchte.
Die Gründe für Schäden an Klima und Menschen liegen nicht bei einzelnen Akteur*innen und deren bösem Willen oder falschen Einstellungen, sondern in der Art, wie diese Gesellschaft organisiert ist
Alle, die mit uns über diesen Flyer, den Demoaufruf und die jeweils angeschnittenen Themen reden wollen, laden wir zu unserer Diskussion am Dienstag, 24. 09. um 19:00 in der Kerzenfabrik ein. Kommt gern auch dann, wenn ihr unsere Standpunkte völlig daneben findet – den Streit um eine korrekte Analyse der Gesellschaft finden wir notwendig.
Eine Text der Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg. Mehr Infos auf geskrit.wordpress.com und instagram.com/geskrit
Ort: Kerzenfabrik Salzburg / Sterneckstraße 22, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Dienstag, 24. September 2024, 19 Uhr
Die Demo mit dem Titel „Zusammenhalten statt spalten“ wird bei der Diskussion bereits statt gefunden haben. Wir glauben es lohnt sich trotzdem über den Titel der Demonstration und deren Aufruf zu diskutieren.
Bald sind wieder Nationalratswahlen! Gerade in diesen Jahren, die von Teuerung, Kriegen und der Klimakrise geprägt sind, ist es umso wichtiger, als Gesellschaft gemeinsam für Gerechtigkeit einzustehen. Deswegen wollen wir in Salzburg auf die Straße gehen, jung und alt, für Klimaschutz, Demokratie, soziale Lösungen, Menschenrechte und ein gutes Leben für alle. Wir wollen zeigen, dass man mit Zusammenhalt mehr erreichen kann als mit Hetze und Hass. Lasst uns zusammenhalten statt spalten!
Was für Positionen sind in diesen wenigen Sätzen enthalten? Welche Vorstellung von dieser Gesellschaft lässt sich ablesen? Da sich diese Demonstration gegen den befürchteten Rechtsruck bei den Nationalratswahlen richtet, kann das Thema „Faschismus vs. Demokratie“ ebenfalls Thema der Diskussion werden.
Es gibt keine Notwendigkeit sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Ort: Sub Salzburg / Müllner Hauptstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Mittwoch, 20. März 2024 um 18:00
Der Realsozialismus existiert nicht mehr. Aber die Vorstellung, dass demokratisch verwaltete oder staatlich organisierte Unternehmen für die breite Bevölkerung eine Verbesserung wären, ist nicht ausgestorben. Wenn sich die ISA/SLP „für die Überführung der Banken & Konzerne in öffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle & Verwaltung der Beschäftigten & der Gesellschaft“ ausspricht und die KPÖ+ die Salzburg AG verstaatlichen will, dann ist das zwar kein Realsozialismus. Einiges an falscher Kritik am Kapitalismus teilen sie aber mit ihm.
An diesem Termin wollen wir gemeinsam den Text „Ungerecht verteilt – Über die schlechte Kapitalismuskritik der Realsozialisten“ (Seite 40) aus der Broschüre „Texte zu Realsozialismus und Maoismus“ lesen.
Für die Teilnahme an der Diskussion sind weder Vorkenntnisse zu diesem Thema noch das Studium der Broschüre notwendig.

P.S.: Wer uns unterstützen will, kann gerne das obige Bild auf Social Media verbreiten oder den Flyer (A5 bzw. A4) ausdrucken und verteilen.
Ort: Sub Salzburg / Müllner Hauptstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Mittwoch, 21. Februar 2024 um 18:00
Die Auseinandersetzung mit Texten und Argumenten anderer Gruppen finden wir wichtig und lohnenswert. Daher wollen wir dieses mal gemeinsam den Artikel „Heizen darf kein Luxus sein!“ der SLP/ISA Zeitung „Vorwärts“ (Ausgabe Nr. 318 | 12/23-01/24) diskutieren. Welchen Argumenten des Textes folgen wir, gibt es Positionen über Staat und Kapital die wir kritikwürdig finden? Nicht zuletzt: Wie stehen wir zu den Positionen für die SLP/ISA steht (siehe vorletzte Seite der verlinkten „Vorwärts“).
Henry von den Gruppen gegen Kapital und Nation kritisiert bei 99 ZU Eins das Programm der AfD
Stefan von den Gruppen gegen Kapital und Nation und Geskrit Salzburg spricht gemeinsam mit 99 zu Eins über das zweite Kapitel des Buches „Kapitalismus – die Misere hat System„
