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Ort: MARK, Hannakstr. 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 18. 07. 2025, 14:30
Die Wirtschaft Österreichs ist nach den Prinzipien einer ökosozialen Marktwirtschaft geregelt. wikipedia
An dieser Wirtschaftsordnung ist Folgendes bemerkenswert: Die Läden sind voll, Fabriken produzieren mit nie dagewesener Effizienz lauter nützliche Dinge. Und gleichzeitig fehlt es vielen Menschen sogar an lebensnotwendigen Produkten; nicht nur irgendwo in Osteuropa oder Afrika, sondern mitten im wirtschaftlich starken Österreich.
Auch der Konsum der Produkte ist häufig ein sehr eingeschränktes Vergnügen. Elektrogeräte gehen pünktlich zum Ende der Gewährleistungsfrist kaputt und über Lebensmittelskandale wird regelmäßig berichtet.
Bei diesem Workshop wollen wir über die grundlegenden Prinzipien der Marktwirtschaft sprechen. Und darüber, was aus ihnen folgt. Im Widerspruch zu der verbreiteten Annahme, dass die oben beschriebenen Probleme nur Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft sind, behaupten wir nämlich: Die Marktwirtschaft bringt diese (und weitere) Probleme zwangsläufig dadurch hervor, dass Waren in dieser Wirtschaftsordnung nur hergestellt werden, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen.
Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen und mit uns zu diskutieren. Ganz egal, ob ihr die Marktwirtschaft befürwortet, ablehnt oder euch unsicher seid, was ihr von ihr halten sollt.
Der Workshop endet spätestens, wenn die Konzerte anfangen. Ihr müsst euch also nicht zwischen uns und den Bands entscheiden.

Im orf.at Artikel Handels-KV – Versammlungen sollen Verkauf stören wird die Gewerkschaft folgendermaßen zitiert:
Die Umsatz- und Gewinnentwicklung des Handels gibt eine ordentliche Gehaltserhöhung her und die Arbeitgeber sollten bedenken, dass jeder zusätzliche Euro wieder in den Inlandskonsum fließt.
Dieses Argument der Gewerkschaft soll uns mitteilen: Es läge doch im Interessen aller die Löhne zu steigern. Denn dadurch wächst die Kaufkraft und von dieser erhöhten Kaufkraft profitieren doch auch die Unternehmen. Da soll uns jedoch die Gewerkschaft das Unternehmen zeigen, welches gerne mehr Lohn zahlt um die Kaufkraft zu erhöhen. Das wäre ja im besten Falle ein Nullsummenspiel für dieses Unternehmen!
Richtig ist vielmehr: Alle Unternehmen konkurrieren um die vorhandene Kaufkraft. Alle freuen sich, wenn diese größer wird. Kein Unternehmen erhöht aber freiwillig die Löhne, die sind ja ein Abzug von Profit.
Passend auch dazu die Broschüre der Gruppen gegen Kapital und Nation mit dem Titel: Will das Kapital die Löhne immer nur senken?
Nächster Diskoabend Termin im Infoladen: Dienstag 18.10 um 19 Uhr
An diesem Abend wollen wir uns dem Thema China und der sogenannten Stahlkrise widmen. So wird z.b. im derStandard berichtet:
Alarm in der Stahlbranche. ArcelorMittal schreibt Milliardenverlust, ThyssenKrupp und Salzgitter halten sich nur dank harter Sparprogramme in den schwarzen Zahlen. Grund sind Überkapazitäten und Preisverfall, die durch eine Stahlschwemme aus China und Russland verstärkt werden. Hinzu kommt, dass die Nachfrage weit unter dem Niveau von 2007 liegt. Das setzt der Branche zu – und scheucht die Politiker auf.
[derstandard.at]
Wir wollen uns anhand eines kurzen Kommentars aus der Ausgabe 3-16 des Gegenstandpunkts mit dem Titel Vor 15 Jahren versprochen, jetzt von China gefordert, vom Westen bezweifelt: Ist China eine Marktwirtschaft? diskutieren, was nun dran ist an der „Schwemme“ und den „unfairen Subventionen“.
Was ist nun dieser ominöse Diskoabend? Wir lesen gemeinsam nicht nur die beliebtesten Text der 70er und 80er Jahre, sondern auch aktuelle politische Thesen, Analysen oder auch ganz einfach Zeitungsartikel. Wir diskutieren gemeinsam und solidarisch und versuchen so die Welt ein Stück weit besser zu verstehen und so veränderbar zu machen. Kurz: Im Vordergrund steht diesmal weniger Party und Musik, sondern Grübeln und Diskutieren.
Wer selbst Texte mitnehmen will kann das gerne tun. Notwendig wird es nicht sein, Kopien sind vorhanden. Vorkenntnisse sind keine vonnöten!
