You are currently browsing the tag archive for the ‘workshop’ tag.
Ort: MARK Salzburg / Hannakstraße 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 17. Juli 2026 am Abend, Von 18:00 – 19:00 & ca. 19:30 – 20:30
An der Gesellschaft, in der wir leben, haben viele Leute etwas auszusetzen — oft aber das Falsche. Diese falschen Kritiken finden sich immer wieder auch in den Texten von Punkbands.
Bei diesem Workshop im Rahmen der Pestspiele wollen wir uns ein paar Zitate aus Liedern verschiedener Bands vornehmen und unsere Kritik daran vorstellen. Wir wollen uns dabei viel Zeit nehmen, um mit euch zu diskutieren, was die Textpassagen jeweils Richtiges bzw. Falsches über die Gesellschaft aussagen und ob unsere Kritik treffend ist.
Wir haben den selben Workshop bei den Pfingst-Pestspielen 2025 schon einmal gemacht, haben ihn seitdem aber überarbeitet und einen Abschnitt hinzugefügt. Es gibt also auch Neues für Leute, die beim ersten Mal dabei waren.

Ort: MARK, Hannakstr. 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 18. 07. 2025, 14:30
Die Wirtschaft Österreichs ist nach den Prinzipien einer ökosozialen Marktwirtschaft geregelt. wikipedia
An dieser Wirtschaftsordnung ist Folgendes bemerkenswert: Die Läden sind voll, Fabriken produzieren mit nie dagewesener Effizienz lauter nützliche Dinge. Und gleichzeitig fehlt es vielen Menschen sogar an lebensnotwendigen Produkten; nicht nur irgendwo in Osteuropa oder Afrika, sondern mitten im wirtschaftlich starken Österreich.
Auch der Konsum der Produkte ist häufig ein sehr eingeschränktes Vergnügen. Elektrogeräte gehen pünktlich zum Ende der Gewährleistungsfrist kaputt und über Lebensmittelskandale wird regelmäßig berichtet.
Bei diesem Workshop wollen wir über die grundlegenden Prinzipien der Marktwirtschaft sprechen. Und darüber, was aus ihnen folgt. Im Widerspruch zu der verbreiteten Annahme, dass die oben beschriebenen Probleme nur Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft sind, behaupten wir nämlich: Die Marktwirtschaft bringt diese (und weitere) Probleme zwangsläufig dadurch hervor, dass Waren in dieser Wirtschaftsordnung nur hergestellt werden, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen.
Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen und mit uns zu diskutieren. Ganz egal, ob ihr die Marktwirtschaft befürwortet, ablehnt oder euch unsicher seid, was ihr von ihr halten sollt.
Der Workshop endet spätestens, wenn die Konzerte anfangen. Ihr müsst euch also nicht zwischen uns und den Bands entscheiden.

Ort: Infoladen Salzburg / Lasserstraße 26, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Samstag, 11. März 2023 um 18:00
Marktwirtschaft, so haben wir es in der Schule gelernt, ist ein wahnsinnig cleverer Mechanismus, der dafür sorgt, dass die benötigten Dinge produziert werden und dann genau zu denen gelangen, die sie gerade benötigen.
Die Realität sieht ein wenig anders aus: Die Läden sind voll, Fabriken produzieren mit nie dagewesener Effizienz lauter nützliche Dinge. Und gleichzeitig fehlt es vielen Menschen sogar an lebensnotwendigen Produkten; nicht nur irgendwo in Osteuropa oder Afrika, sondern mitten im wirtschaftlich starken Österreich.
Und der Konsum der Produkte ist häufig auch ein sehr eingeschränktes Vergnügen. Elektrogeräte gehen passend zum Ende der Gewährleistungsfrist kaputt und über Lebensmittelskandale wird regelmäßig berichtet. Wie passt das eigentlich zu einer Wirtschaftsordnung, die angeblich die Bedürfnisse der Menschen erfüllt?
Sind das Fehler in der Marktwirtschaft, die mit besseren Gesetzen zu vermeiden wären? Oder haben diese Probleme ihren Grund darin, dass Waren nur hergestellt werden, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen? Ist die Marktwirtschaft vielleicht doch kein cleveres System, um benötigte Dinge zu denen zu bringen, die sie brauchen?
Wie immer gibt es veganes Essen und Getränke für freie Spende!
Auch dieses Jahr veranstalten die Gruppen gegen Kapital und Nation ein kleines aber feines Workshop Wochenende in Nürnberg. Dieses Jahr findet es vom 4. – 6. Oktober statt.
Die Themen reichen von den Idealen der grünen Partei über Venezuelas Widerstand gegen die ‚Sachzwänge‘ des Weltmarkts bis hin zur Einführung in die Kapitalismus Kritik und der Auseinandersetzung mit Formen von Konsumkritik.
Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg wird dort einen Workshop halten und organisiert gemeinsam eine Fahrt von Salzburg nach Nürnberg. Wer Interesse hat dort dabei zu sein und/oder gemeinsam dort hinzureisen, meldet sich einfach bei geskrit@riseup.net. Details zum Workshop Wochenende findet sich hier.

Wann: Donnerstag, 15. Juni 2017 um 18.30 Uhr
Wo: Atelier Sissi (neben dem Jazzit Salzburg – Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg)
Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg lädt zum Workshop mit dem Titel Afrikas Integration in den Weltmarkt – Von Kolonien zu Rohstoffländern zu Schuldenstaaten. Gehalten wird er von der Gruppe außer Konkurrenz Nürnberg (Teil der Gruppen gegen Kapital und Nation). Um was wird es dabei gehen?
Die meisten Staaten in Afrika (unterhalb von Nord-Afrika, Subsahara) haben eine ähnliche polit-ökonomische Karriere hinter sich. Der koloniale Befreiungskampf endet mit Politikern an der Spitze, die ihre Herrschaft über Land und Leute nutzen wollen, um moderne Nationalstaaten nach westlichem Vorbild zu entwickeln. Dazu greifen sie zunächst auf die einzige vorhandene Einkommensquelle zurück, den Rohstoffexport. Die Versuche, mit den Erlösen eine eigene warenproduzierende Gesellschaft anzustoßen, scheitern flächendeckend. Geblieben ist die Rolle als Rohstofflieferanten und die zunehmende Verschuldung wegen dieser einseitigen Abhängigkeit.
Die Bevölkerung wird auf die Geldwirtschaft festgelegt, ohne dass es einen flächendeckenden Bedarf am Kauf ihrer Arbeitskraft gibt. Zugang zu Reichtum hängt an den Rohstoffen und die Verfügung darüber wiederum an der Staatsmacht. Deshalb ist der Kampf um die Staatsmacht dort ein Kampf um die einzige sichere Einkommensquelle. Insbesondere wenn neue Rohstofflager entdeckt werden, brechen blutige Konflikte aus. Die Karriere dieser Staaten soll bei der Veranstaltung in ihren Prinzipien dargestellt und diskutiert werden.
In der aktuellen Flüchtlingsdebatte ist immer wieder die Rede davon, dass man Fluchtursachen bekämpfen müsse. Von der Regierung heißt es dann: Bürgerkriege und absolutes Elend würden vermieden, wenn die Wirtschaft in Afrika sich entwickelt. Damit die Wirtschaft sich entwickeln kann, muss aber erstmal ein funktionierendes Staatswesen her und so werden Polizei und Militär vor Ort ausgebildet.
Die Gegenthese ist: Hauptgrund für das wirtschaftliche Elend ist die Einbindung der afrikanischen Staaten in den Weltmarkt, dessen Betreiber die afrikanischen Staaten auf die Rolle als „Rohstoffland“ und „Schuldenstaat“ festlegen und mit Maßnahmen wie Entwicklungshilfe und Ausbau der staatlichen Gewaltapparate betreuen. Der freie Westen zementiert (mittlerweile zusammen mit China, das sich in die freie Weltmarktordnung einfindet) die Abhängigkeit afrikanischer Länder vom westlichen Geschäft und sorgt für die andauernde elende Lage der Bevölkerung.
Seit einiger Zeit Zeit sind wir in Österreich und Deutschland mit unserem Workshop „Kaufen gegen den Kapitalismus?!“ zur Kritik der Konsumkritik unterwegs. Neulich haben wir von Genossen eine Kritik daran erhalten, die wir für zutreffend halten und deren Inhalt wir hier darlegen möchten. Änderungen am Workshop und am Text folgen im Laufe der Zeit und werden gesondert angekündigt. Um die Kritik und ihre Folgen nachvollziehbar zu machen, werden wir den alten Text auf unserer Seite archivieren.
Wie wir den Fehler der Konsumkritiker unterstützten
Konsumkritiker betrachten die ganze Welt der Produktion und Verteilung von Gütern unter einem Gesichtspunkt: Wie kann ich den Konsum dazu einsetzen, diese Welt anders, also besser, zu gestalten? Von diesem falschen Standpunkt 1 ergeben sich verkehrte Konsequenzen:
- Wir sehen das Profitstreben von Unternehmen als den Grund all der Übel, welche Konsumkritiker anprangern. Ihnen erscheint dieses Profitstreben jedoch als Möglichkeit mittels Kaufentscheidungen bzw. Boykotts steuernd in das Geschäft von Unternehmen eingreifen zu können. Anstatt also den Grund der ganzen Übel – das Profitstreben – abschaffen zu wollen, freuen sich Konsumkritiker über diesen Hebel, mit dem sie versuchen Unternehmen zu beeinflussen.
- Der Lohn, den ein Lohnabhängiger vom Unternehmen erhält um täglich in die Arbeit zu kommen, wird von Konsumkritikern als Mittel für diese Eingriffe in das Verhalten von Unternehmen gesehen.
Anstatt also den Lohn als schlechtes Mittel 2 zur Bedürfnisbefriedigung zu erkennen, wird dieser als Mittel zur Verbesserung der Welt gesehen. - Letzendlich wird der Konsum für Konsumkritiker zu etwas ganz anderem als das Benutzen von Dingen und Dienstleistungen. Sie sehen in ihm nur mehr ein Mittel dafür, die Welt positiv zu verändern. Dabei sollte doch der Konsum das Ergebnis einer sinnvollen – sprich an der Bedürfnisbefriedigung der Menschen ausgerichteten – Wirtschaft und nicht das Mittel zum Verhindern der allergröbsten Übel dieser Wirtschaftsform sein.
Der erste Teil unseres Workshops zeigte anhand der Produktion etwas auf: Der Lohn ist notwendigerweise gering und deswegen als Mittel der Konsumentenmacht recht schmächtig. Das stimmt auch, zeigt jedoch nicht auf, dass der Lohn gar nicht dafür da ist, als Mittel zur Gesellschaftsveränderung eingesetzt zu werden. In unserem alten Text zeigen wir nur auf, dass er dafür einfach nicht gut geeignet ist. Den Rest des Beitrags lesen »
