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Wir haben uns – so wie ihr – dazu entschlossen an dieser Kundgebung gegen die FPÖ mitzuwirken. Warum? Vieles von dem, was die Politik der FPÖ ausmacht, sie entweder auf Bundesebene durchsetzen will oder auf Landesebene bereits gemeinsam mit anderen Parteien umgesetzt hat, finden wir schlecht.

Einiges davon wurde bereits angesprochen oder wisst ihr sowieso: Verschlechterung der Lage von Menschen, die nach Österreich geflüchtet sind, die Propagierung von Geschlechterklischees und die Aufrechterhaltung eines Wirtschaftssystems, welches Armut für viele bedeutet und die Umwelt zerstört.

Aber eines sollte klar sein: Diese politischen Positionen bekommen ihre Wirkmächtigkeit durch den Erfolg der FPÖ an den Wahlurnen. Auf Bundesebene versucht sie ihre Politik als stärkste Partei durchzusetzen, in einigen Bundesländern – so wie hier in Salzburg – ist sie mit anderen Parteien in der Regierung. Ihr Erfolg bei den Wähler\*innen macht sie also stark. Um die FPÖ zu schwächen ist es also notwendig, herauszufinden was die FPÖ so attraktiv macht. Nur so ist es möglich, den Menschen die FPÖ – und rechtes Denken prinzipiell – madig zu machen.

Unsere Behauptung: Das Leben in dieser Gesellschaft ist für die wenigsten ein Zuckerschlecken. Und das Zurechtkommen ist in letzter Zeit für viele nochmal schwieriger geworden. Die FPÖ hat für diese unangenehme Lage Schuldige gefunden: „Die EU, WHO und Co bestimmen über unser schönes Land“, „eine verantwortlungslose Umweltpolitik zerstört unsere Industrie“ und „der Zustrom an Flüchtlingen zerstört unsere Gesellschaft“.

Daraus folgt für die FPÖ einiges: Ausstieg aus oder zumindest Schwächung der EU, Ausstieg aus dem Pariser Klimabkommen und weniger Engagement beim Thema Energiewende und die faktische Abschaffung des Rechts auf Asyl.

Dieses Programm schmeckt uns – und sicher auch vielen von euch – nicht. Bei vielen Wähler\*innen kommt es aber gut an. Absurd ist das auf keinen Fall, denn auch der Rest der Parteienlandschaft macht sich Sorgen um die Souveränität des Staates, die Kosten für den Einsatz gegen den Klimawandel werden penibel abgewogen und offene Grenzen will keine Partei in Österreich.

Die aktuelle Bundespolitik macht es ja auch vor: Sozialhilfen kürzen, Null Toleranz bei Migration und der Einsatz für eine erfolgreiche Wirtschaft durch niedrige Lohnabschlüsse.

Zu klären wäre: Was treibt die Menschen in die Arme der FPÖ? Warum wählen sie eine Partei die schon unangenehmes noch unangenehmer gestalten will?

Kurz: Um der rechten Politik etwas entgegenzusetzen, scheint es uns notwendig zu sein, die Politik der FPÖ und ihre Attraktivität bei den Leuten zu verstehen. Das ist die Basis dafür, mit Argumenten gegen rechte Position vorgehen zu können. Wir wollen gemeinsam für eine Gesellschaft kämpfen, die nicht von der ständigen Angst vor materieller Armut und der Klimakatastrophe geprägt ist.

Wenn ihr das bisher gesagte vernünftig findet, laden wir euch ein mit uns darüber zu sprechen, wie man gegen rechte Positionen vorgehen kann. Auch über Einwände und Kritik freuen wir uns!

Ort: Infoladen Salzburg | Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Mittwoch 24. September, 18 Uhr

Mit Blick auf den FPÖ-Parteitag Ende September und den angekündigten antifaschistischen Protest wollen wir über die FPÖ diskutieren.

Womit punktet die vermeintliche Nazipartei FPÖ bei lauter Leuten, die bislang nie durch ihre Nähe zum Faschismus aufgefallen sind? Und worin unterscheidet sie sich von anderen Parteien?

Diese Fragen wollen wir klären und haben dazu Herbert Auinger für einen Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen. Im Folgenden die detaillierte Ankündigung des Vortragenden

Das Kickl-Bild in Teilen der Öffentlichkeit

Wenn der Mann bzw. die Partei schon als die pure Negation jedes denkbaren österreichischen Weges abqualifiziert werden, müssen sich manche Meinungsbildner schon eine Frage vorlegen: Wie ist es möglich, dass ein beachtlicher Teil der Österreicher diesem Bösen Recht gibt, in einer heiligen Handlung, nämlich der Wahl? Österreicher, die im Alltag überhaupt nicht unangenehm auffallen, wenn sie ihren üblichen Verrichtungen entsprechend ihrer Stellung in der Klassengesellschaft nachgehen, und die in diesem Verhalten von Leuten mit Migrationshintergrund nicht zu unterscheiden sind? Was stimmt nicht mit seinen Followern? Lauter Psychos?

Eine andere Kritik an Partei und Person geht konstruktiver vor: Das Kompliment lautet, die Partei lege ihre Finger an manche Wunde, zeige Probleme auf, die von den Konkurrenzparteien gering geachtet oder gar geleugnet würden — bloß seien die angebotenen „einfachen Antworten“ leider unbrauchbar. Was den anderen Parteien nichtsdestotrotz das politische Leben schwer mache, bei der Bildung stabiler Mehrheiten…

Die FPÖ ist also schon mitten im politischen Diskurs, nimmt zu den Fragen der Nation Stellung, bietet — fragwürdige? — Lösungen für die anerkannten Probleme, definiert eventuell diese Probleme anders als die Konkurrenz, ist jedenfalls nicht aus der Welt.

Die Partei fährt eine Doppelstrategie: In fünf Bundesländern koaliert die FPÖ ziemlich unauffällig mit der ÖVP und beweist ihre Kompetenz als verlässlicher Partner; im Bund allerdings hebt die Partei ihre bevorzugten Themen empor, von Sachfragen, über die sich im Rahmen üblicher politischer Alternativen streiten ließe, zu Existenzfragen der Nation, die von der „Einheitspartei“ absichtlich oder fahrlässig verhaut werden, womit Österreich „an die Wand gefahren“ werde. Die Partei verdeutlicht das gern durch die Beifügung von „Wahnsinn“ zu den Fragen der Migration, des Klimas, der Frauenrechte etc. Von daher gibt sich die FPÖ als im Grunde genommen nicht kompromissfähig, eine allfällige Koalition wäre nur als sichtbare Unterwerfung des Partners zu haben. Da hat neulich die ÖVP — im Bund — dann doch nicht mitgemacht.

Worin besteht er denn nun, der allfällige Unterschied der FPÖ zu den anderen Parteien, nach dem ihre Kritiker so ausgedehnt fahnden? Das Stichwort lautet: Populismus!

Zur Vorbereitung

Es ist nicht notwendig, sich auf den Termin vorzubereiten, wer das aber trotzdem tun will, kann sich die folgenden Beiträge von Herbert zum Thema FPÖ anschauen:

Allen, die Herbert nicht kennen, empfehlen wir seinen Podcast: cba.media/podcast/kein-kommentar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Proteste gegen den FPÖ Parteitag in Salzburg statt. Details im Ticker https://fpoe-versalzen.aktionsticker.org/ und hier auch das Plakat und Ankündigung:

Am 27.09.2025 treffen sich FPÖ-Funktionär:innen aus allen Bundesländern zu ihrem Bundesparteitag im Messezentrum in Salzburg.
Wir sagen: keine Bühne für Rechtsextreme, kein ruhiger Parteitag für die FPÖ!
Die Menschen hierzulande leiden immer mehr unter der wachsenden Teuerung, den daraus folgenden sozialen Krisen und zunehmender Unsicherheit. Inmitten dieser krisenreichen Zeiten zeigt die FPÖ klar wofür sie steht: Spaltung statt Zusammenhalt und Hetze statt dauerhafter Lösungen. Beim FPÖ-Parteitag geht es nämlich nicht um Politik für die Bevölkerung – es geht um Machterhalt, um Ausgrenzung und das Normalisieren von menschenverachtender Politik.
Während die FPÖ sich als „Partei des Volkes“ inszeniert, biedert sie sich Autokrat:innen und Oligarch:innen an und verharmlost rechte Gewalt. Ob Putin, Orban oder Trump, die FPÖ zeigt klar wer ihre Vorbilder sind.

Wir stehen ein für ein Österreich der Solidarität und Offenheit und stellen uns geschlossen gegen autoritäre rechte Kreise, wie den der FPÖ.

Kommt zahlreich und schließt euch unserem Protest an!

Das Strafrecht schützt besonders wertvolle Rechtsgüter, wie beispielsweise das Leben, die körperliche Unversehrtheit und das Vermögen. (oesterreich.gv.at)

Welchem Zweck die strafrechtlichen Schutzmaßnahmen dienen und warum Leben, körperliche Unversehrtheit und Vermögen ständig in Gefahr sind – diese und weitere Fragen wollen wir mit euch diskutieren.

Als Diskussionsgrundlage dient die Broschüre „Das staatliche Strafen“ der Gruppen gegen Kapital und Nation. Wir werden den Text gemeinsam lesen, es ist nicht notwendig, sich auf die Diskussion vorzubereiten.

Die Diskussion findet im Rahmen des Antifests in Linz statt.

Anmelden könnt ihr Euch entweder über den QR Code im Bild oder mittels Weblink.

Ort: Sub Salzburg / Müllner Hauptstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Sonntag 3. August 2025, 18 Uhr

Wer unserem Instagram Account folgt (und ja: das ist eine Aufforderung ;-)) wird gemerkt haben, dass wir gelegentlich KI Bildern verwenden. Um diese Verwendung von KI hat sich vor kurzem eine Diskussion entsponnen (siehe hier).

Diese Diskussion wollen wir an unserem nächsten Diskussionsabend fortsetzen. Folgende Fragen wollen wir uns stellen:

  • (Bei Bedarf klären wir kurz was diese KIs (genauer LLMs bzw. Text-zu-Bild Generatoren ) eigentlich sind
  • Gibt es gute Gründe und wenn ja, welche, für einen Boykott dieser neuen Technologie?
  • Führen sie zu Luxus für alle wie manche anpreisen?
  • Sind sie nicht mehr als die aktuellste Art und Weise Lohnarbeit noch effektiver oder gleich überflüssig zu machen?

Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Ort: MARK, Hannakstr. 17, 5023 Salzburg
Datum und Zeit: Freitag, 18. 07. 2025, 14:30

Die Wirtschaft Österreichs ist nach den Prinzipien einer ökosozialen Marktwirtschaft geregelt. wikipedia

An dieser Wirtschaftsordnung ist Folgendes bemerkenswert: Die Läden sind voll, Fabriken produzieren mit nie dagewesener Effizienz lauter nützliche Dinge. Und gleichzeitig fehlt es vielen Menschen sogar an lebensnotwendigen Produkten; nicht nur irgendwo in Osteuropa oder Afrika, sondern mitten im wirtschaftlich starken Österreich.

Auch der Konsum der Produkte ist häufig ein sehr eingeschränktes Vergnügen. Elektrogeräte gehen pünktlich zum Ende der Gewährleistungsfrist kaputt und über Lebensmittelskandale wird regelmäßig berichtet.

Bei diesem Workshop wollen wir über die grundlegenden Prinzipien der Marktwirtschaft sprechen. Und darüber, was aus ihnen folgt. Im Widerspruch zu der verbreiteten Annahme, dass die oben beschriebenen Probleme nur Fehlentwicklungen der Marktwirtschaft sind, behaupten wir nämlich: Die Marktwirtschaft bringt diese (und weitere) Probleme zwangsläufig dadurch hervor, dass Waren in dieser Wirtschaftsordnung nur hergestellt werden, um sie dann gewinnbringend zu verkaufen.

Ihr seid herzlich eingeladen zu kommen und mit uns zu diskutieren. Ganz egal, ob ihr die Marktwirtschaft befürwortet, ablehnt oder euch unsicher seid, was ihr von ihr halten sollt.

Der Workshop endet spätestens, wenn die Konzerte anfangen. Ihr müsst euch also nicht zwischen uns und den Bands entscheiden.

Ort: Sub Salzburg / Müllner Hauptstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Dienstag 8. Juli 2025, 18 Uhr

Regelmäßig geht die Angst vor Bankencrashs um. Damit diese nie wieder passieren, gibt es in der EU Banken-Stresstests. In den USA wiederum lockert Trump die Regeln für den Finanzsektor. Was hat es nun mit den Lehren aus der Finanzkrise 2008 auf sich, die zu so unterschiedlichen Reaktionen führen?

Wir lesen gemeinsam die Broschüre Was ist hier eigentlich los? Finanzkrise 2008ff der Gruppen gegen Kapital und Nation und wollen damit Banken, Kredite und die inhärente Krisenanfälligkeit des Finanzsektors besser verstehen lernen.

Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Ort: Kerzenfabrik Salzburg / Sterneckstraße 22, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Samstag, 21. Juni 2025, 18 Uhr

Wie genau begründet die ungarische Regierung ihren Versuch, Pride-Paraden per Gesetz zu verbieten, bzw. ihre queerfeindliche Politik im Allgemeinen? Was kritisieren daran NGOs und Aktivist*innen und was ist von dieser Kritik zu halten? Und was ist eigentlich der Standpunkt anderer europäischer Regierungen, die sich ebenfalls gegen die ungarische Gesetzgebung aussprechen?

Anhand einiger Textausschnitte wollen wir uns die unterschiedlichen Positionen im Streit ums Pride-Verbot einmal genauer anschauen.
Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation, sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren.

Wir freuen uns auf euch!

Ort: Atelier im Volksheim – neben Jazzit / Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Dienstag 10.Juni 2025, 18 Uhr

Wir wollen nicht, dass der Milliardär Wolfgang Porsche den Kapuzinerberg aushöhlt, damit er auf öffentlichem Grund zu seiner unterirdischen Garage kommt. Hier wurde über die Köpfe der Salzburger Bevölkerung hinweg entschieden, damit sich ein (1) Mann einen 500 Meter langen privaten Tunnel in einem Landschaftsschutzgebiet bauen kann.

So startet eine Unterschriftenliste gegen das private Bauprojekt von Wolfgang Porsche. Wer sich über die Zerstörung eines geliebten Erholungsorts in Salzburg ärgert, wird keine Kritik von uns ernten. Die Unterschriftenliste will jedoch weit mehr: Das Faktum, dass ein Milliardär seine Interessen gegen Leute wie „du und ich“ durchsetzen kann, wird zum Skandal gemacht.

Weil wir in einer Stadt leben wollen, in der… … Entscheidungen für die Bevölkerung und nicht für einzelne Superreiche getroffen werden … Stadtpolitik transparent gemacht wird … öffentlicher Raum nicht an Privatpersonen verscherbelt wird

Wir stellen die freche Behauptung auf: Gegenüber den schäbigen Verhältnissen von Arbeitsstress, Angst vor Armut, Zerstörung der Umwelt usw. usf. wird das Ideal hochgehalten, dass mit den richtigen, den solidarischen, sozialen, … Politiker*innen doch alles besser werden könnte.

Mit ihren Forderungen lobt diese Petition somit diese Gesellschaft, die doch eigentlich ganz toll sein könnte. Dabei wird ausgeblendet, dass die kritisierten Gründe genau von dieser Gesellschaft notwendig herbeigeführt werden.

Wir freuen uns, wenn Ihr Lust habt mit uns über unsere These und den Inhalten der Petition zu diskutieren.

Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Ort: Sub Salzburg / Müllner Hauptstraße 11, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Dienstag 27.Mai 2025, 18 Uhr

Wir wollen mit euch gemeinsam unseren, etwas älteren, Geskrit Text „Tiere essen?!“ lesen und darüber diskutieren.

Es geht vorallem um die politische Position, welche meint, durch den Verzicht von tierischen Produkten, Tierleid vermindern zu können oder der Umwelt weniger zu schaden. Es werden ein paar typische Argumente angesehen und kritisiert.

Es ist nicht notwendig sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen. Kommt vorbei!

Ort: Kerzenfabrik Salzburg / Sterneckstraße 22, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Sonntag, 25. Mai 2025, 18 Uhr

Anlässlich des 1. Mai’s haben wir uns verschiedene Kritik an Lohnarbeit und die Gründe für dessen unangenehme Seiten (wenig Geld, Arbeitsstress, Arbeitslosigkeit, …) angesehen und uns über diese Gedanken gemacht. Diese Gedanken könnt ihr euch hier durchlesen und auch anhören.

An diesem Termin wollen wir herausfinden ob wir mit unserer Kritik richtig liegen und welche Kritik ihr an Lohnarbeit habt (oder warum auch nicht!).

Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation und Lust sich gemeinsam mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und warmes Essen ist gesorgt.