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Ort: Infoladen Salzburg | Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Samstag 28. März, 18 Uhr

Zeugt es von mangelnder Verantwortung, wenn mensch Vollzeit arbeiten könnte, es aber nicht tut (Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer 2025)? Kann der Wohlstand der Gesellschaft mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance nicht mehr erhalten werden (deutscher Bundeskanzler Merz 2025)?

Gewerkschaften und Arbeiter*innenkammer halten dagegen: Sie beschweren sich darüber, dass das Bild von faulen Beschäftigen gezeichnet wird. Sie wehren sich damit, dass Teilzeit häufig gar keine freie Entscheidung, sondern oft erzwungen ist (DGB Sachsen 2026). Verwiesen wird auf die hohe Teilzeit Quote von Frauen. Gewerkschaften und AK fordern mehr Kinderbetreuungsplätze von Regierung und Arbeitgeber*innenseite. Dann würden die Frauen dem Arbeitsmarkt auch zur Gänze zur Verfügung stehen (österreichische Arbeiter*innen Kammer 2026).

Eines eint diese im ersten so gegeneinander stehenden Positionen: Arbeit ist notwendig, wichtig und zentral für *die Gesellschaft*. Warum eigentlich? Über konkreten Mangel, der durch mehr Arbeitskräfte behoben wird, wird nicht gesprochen. Wir wollen uns ansehen, warum das so ist und was diese Debatte über die Beteiligten und auch über die Organisation dieser Gesellschaft aussagt.

Es ist nicht notwendig, sich für den Termin vorzubereiten. Es reicht die Motivation, sich mit anderen über das Thema auszutauschen und offen zu diskutieren. Für Getränke und Knabbereien ist gesorgt.

Ort: Infoladen Salzburg | Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg
Datum und Zeit: Mittwoch 24. September, 18 Uhr

Mit Blick auf den FPÖ-Parteitag Ende September und den angekündigten antifaschistischen Protest wollen wir über die FPÖ diskutieren.

Womit punktet die vermeintliche Nazipartei FPÖ bei lauter Leuten, die bislang nie durch ihre Nähe zum Faschismus aufgefallen sind? Und worin unterscheidet sie sich von anderen Parteien?

Diese Fragen wollen wir klären und haben dazu Herbert Auinger für einen Vortrag mit anschließender Diskussion eingeladen. Im Folgenden die detaillierte Ankündigung des Vortragenden

Das Kickl-Bild in Teilen der Öffentlichkeit

Wenn der Mann bzw. die Partei schon als die pure Negation jedes denkbaren österreichischen Weges abqualifiziert werden, müssen sich manche Meinungsbildner schon eine Frage vorlegen: Wie ist es möglich, dass ein beachtlicher Teil der Österreicher diesem Bösen Recht gibt, in einer heiligen Handlung, nämlich der Wahl? Österreicher, die im Alltag überhaupt nicht unangenehm auffallen, wenn sie ihren üblichen Verrichtungen entsprechend ihrer Stellung in der Klassengesellschaft nachgehen, und die in diesem Verhalten von Leuten mit Migrationshintergrund nicht zu unterscheiden sind? Was stimmt nicht mit seinen Followern? Lauter Psychos?

Eine andere Kritik an Partei und Person geht konstruktiver vor: Das Kompliment lautet, die Partei lege ihre Finger an manche Wunde, zeige Probleme auf, die von den Konkurrenzparteien gering geachtet oder gar geleugnet würden — bloß seien die angebotenen „einfachen Antworten“ leider unbrauchbar. Was den anderen Parteien nichtsdestotrotz das politische Leben schwer mache, bei der Bildung stabiler Mehrheiten…

Die FPÖ ist also schon mitten im politischen Diskurs, nimmt zu den Fragen der Nation Stellung, bietet — fragwürdige? — Lösungen für die anerkannten Probleme, definiert eventuell diese Probleme anders als die Konkurrenz, ist jedenfalls nicht aus der Welt.

Die Partei fährt eine Doppelstrategie: In fünf Bundesländern koaliert die FPÖ ziemlich unauffällig mit der ÖVP und beweist ihre Kompetenz als verlässlicher Partner; im Bund allerdings hebt die Partei ihre bevorzugten Themen empor, von Sachfragen, über die sich im Rahmen üblicher politischer Alternativen streiten ließe, zu Existenzfragen der Nation, die von der „Einheitspartei“ absichtlich oder fahrlässig verhaut werden, womit Österreich „an die Wand gefahren“ werde. Die Partei verdeutlicht das gern durch die Beifügung von „Wahnsinn“ zu den Fragen der Migration, des Klimas, der Frauenrechte etc. Von daher gibt sich die FPÖ als im Grunde genommen nicht kompromissfähig, eine allfällige Koalition wäre nur als sichtbare Unterwerfung des Partners zu haben. Da hat neulich die ÖVP — im Bund — dann doch nicht mitgemacht.

Worin besteht er denn nun, der allfällige Unterschied der FPÖ zu den anderen Parteien, nach dem ihre Kritiker so ausgedehnt fahnden? Das Stichwort lautet: Populismus!

Zur Vorbereitung

Es ist nicht notwendig, sich auf den Termin vorzubereiten, wer das aber trotzdem tun will, kann sich die folgenden Beiträge von Herbert zum Thema FPÖ anschauen:

Allen, die Herbert nicht kennen, empfehlen wir seinen Podcast: cba.media/podcast/kein-kommentar

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Proteste gegen den FPÖ Parteitag in Salzburg statt. Details im Ticker https://fpoe-versalzen.aktionsticker.org/ und hier auch das Plakat und Ankündigung:

Am 27.09.2025 treffen sich FPÖ-Funktionär:innen aus allen Bundesländern zu ihrem Bundesparteitag im Messezentrum in Salzburg.
Wir sagen: keine Bühne für Rechtsextreme, kein ruhiger Parteitag für die FPÖ!
Die Menschen hierzulande leiden immer mehr unter der wachsenden Teuerung, den daraus folgenden sozialen Krisen und zunehmender Unsicherheit. Inmitten dieser krisenreichen Zeiten zeigt die FPÖ klar wofür sie steht: Spaltung statt Zusammenhalt und Hetze statt dauerhafter Lösungen. Beim FPÖ-Parteitag geht es nämlich nicht um Politik für die Bevölkerung – es geht um Machterhalt, um Ausgrenzung und das Normalisieren von menschenverachtender Politik.
Während die FPÖ sich als „Partei des Volkes“ inszeniert, biedert sie sich Autokrat:innen und Oligarch:innen an und verharmlost rechte Gewalt. Ob Putin, Orban oder Trump, die FPÖ zeigt klar wer ihre Vorbilder sind.

Wir stehen ein für ein Österreich der Solidarität und Offenheit und stellen uns geschlossen gegen autoritäre rechte Kreise, wie den der FPÖ.

Kommt zahlreich und schließt euch unserem Protest an!

Wann: Montag, 6. März 2016 um 19 Uhr
Wo: Infoladen Salzburg Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] lädt ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema:
Roh, randalierend, rassistisch – also sittlich intakt: Der Fußballfan und seine Kultur
Referent ist ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

„Das hat mit Fußball- und Fankultur nicht das Geringste zu tun!!“
– heißt es über den Aufsteiger RB Leipzig, der nichts anderes tut als die 15 anderen Mannschaften der Liga, und seine „Dosen-Söhne“, die nichts anderes tun als die Fans der anderen Klubs;
– heißt es zugleich über diejenigen, die dieses Urteil über den RB Leipzig und seine Fans nicht nur teilen, sondern der Verachtung, die darin liegt, in Wort und Tat Luft verschaffen;
– heißt es regelmäßig von Seiten der Klub-Offiziellen, der Fan-Vertreter, der Presse … über diejenigen, die in und vor den Stadien ihre Anhänglichkeit an den eigenen Verein als Verachtung gegenüber jedem Gegner und seinen Fans ausleben;
– heißt es über die dazugehörigen Gewaltexzesse auch aus dem Mund der Sprecher von Polizeidirektionen, die gleichwohl jedes Fußballspiel als wöchentlichen Ausnahmezustand vorbereiten;
– heißt es so regelmäßig wie eintönig über alle ‚Vorfälle‘ von Rassismus und sonstigen Formen von Diskriminierung, die eintönig und regelmäßig ‚am Rande‘ des fröhlichen Rasenballspiels auftreten.
Was für ein Quatsch, das alles. Jeder weiß, dass ‚so etwas‘ ganz fest zum Fußball und seiner Fankultur gehört. Wir erklären auf unserer Veranstaltung, wieso und inwiefern. Und wir klären damit auch, warum diese bedeutende Parallelgesellschaft ihren guten Ruf in der Nation einfach nicht verliert.

Wann: Samstag 10. Dezember 2016 um 19 Uhr
Wo? Infoladen Salzburg Lasserstrasse 26, 5020 Salzburg

Die Basisgruppe Gesellschaftskritik Salzburg [geskrit] lädt ein zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema:
Der Rechtsruck in den westlichen Demokratien: „Wir sind das Volk!“ im Krisenmodus
Referent ist ein Redakteur der Zeitschrift GegenStandpunkt

Ankündigungstext:
„Wir sind das Volk!“ – Dieser Ruf gilt seit zweieinhalb Jahrzehnten als größte anzunehmende Aufmüpfigkeit und Anspruchshaltung eines Volkes gegenüber seiner Herrschaft, ohne die es peinlicherweise noch nicht einmal wüsste, wem es diese Tatsache mitteilen sollte. Woher kommt das?

„Wir sind das Volk!“ – In diesem empörten Aufschrei darf jede Unzufriedenheit mit jeder der beschissenen sozialen Lagen mitgedacht werden, von denen das Volk so viele – und in Krisenzeiten immer mehr – auszuhalten hat. Und gleichzeitig wird keine einzige davon in dieser Parole benannt. Wie geht das?

„Wir sind das Volk!“ – Diese stolze Selbstbezichtigung zielt so selbstverständlich, dass es nicht einmal dazu gesagt werden muss, vor allem darauf ab klarzustellen, dass andere nicht zu diesem feinen Kollektiv gehören. Dass denen also diejenigen Privilegien zu entziehen sind, von denen die Rufer aus irgendeinem Grunde der Meinung sind, sie seien mit der Zugehörigkeit zum Volk – zumindest eigentlich – verbunden. Wie kommen sie darauf? Den Rest des Beitrags lesen »