You are currently browsing the tag archive for the ‘jackson’ tag.
Im Standard steht ein Interview mit einem Nachhaltigkeitsforscher. Darin breitet er seine nachhaltiggeforschten Ansichten zu Wirtschaft und Politik aus. Die sind ein gutes Beispiel für den weitverbreiteten, staatsbürgerlichen Idealismus, und sollen deswegen hier kritisiert werden.
Als Nachhaltigkeitsforscher an einer bürgerlichen Universität hat Jackson eine Aufgabe, und die hat er verstanden: Jedweden Gegenstand der ihm unter die Nase kommt zu begutachten, um ihn auf Nachhaltigkeit abzuklopfen. Nicht zu verwechseln ist so eine Tätigkeit damit, sich Sachen zu erklären – aber das sollte aus den folgenden Beispielen hervorgehen.
Nun denn, es ist kein Rätsel – blickt man in die Welt unter dem Gesichtspunkt Nachhaltigkeit, dann springt einem schnell mal die Wirtschaftsweise ins Auge:
Nur dem Wachstum nachzujagen hat große Konsequenzen für alle. Was den Verbrauch von Ressourcen betrifft, die Schädigung der Umwelt, den Klimawandel, den Verlust an Biodiversität, die Auswirkungen auf unsere Böden. Es beeinflusst auch, was für die Ärmsten der Welt noch an Steigerung der Lebensqualität drinnen ist.
Nun, wenn man das schon so feststellt, dann könnte man sich doch fragen warum eigentlich ständig so sehr nach Wachstum geschielt wird, wenn doch die schlechten Folgen so offensichtlich sind? Vielleicht gibt es ja in der kapitalistischen Gesellschaft gar einige Zwecke die verfolgt- und Abhängigkeiten die beachtet werden müssen.
So brauchen die meisten Leute einen Arbeitsplatz um sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. Dafür braucht es aber auch Unternehmen die Gewinne machen, da diese nur Leute anstellen wenn sie sich für sie lohnen. Und deren Wohlergehen hat der Staat im Blick, der für das Wachstum allerlei Anstrengungen nach innnen und nach außen unternimmt, für die er wiederum auf die Wirtschaft als Machtbasis angewiesen ist.
Das alles würde erklären warum Wirtschaftswachstum hier notwendig ist und von allen verfolgt wird – aber dass ist die Sache von Jackson nicht.
In vielen armen Ländern gibt es noch Aufholungsbedarf, es gibt keine ordentlichen sanitären Einrichtungen, keine stabile Stromversorgung, nicht ausreichend zu essen, die Kindersterblichkeit ist hoch. Das alles kann man beheben, wenn die Einkommen steigen. Ab etwa 10.000 Dollar Einkommen pro Kopf kriegt man diese Probleme in den Griff. Danach ist der Fortschritt nur mehr gering.
