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WannMittwoch, 11. April · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Die Finanzkrise macht sich als “Staatsschuldenkrise” weiterhin breit und veranlasst die politisch Herrschenden dazu, ihre BürgerInnen mit (weiteren) Sparpaketen zu beglücken. Wenig überraschend treffen die unter dem Titel “Schuldenbremse” daherkommenden Maßnahmen zuallererst die Lohnabhängigen. Deren weitere Verarmung soll die Verschuldungsfähigkeit der Staaten auf dauerhafte Grundlage stellen – denn auf Kredite, und seien es auch nur welche, die der Zurückzahlung von alten Krediten dienen, will und kann kein bürgerlicher Staat verzichten. Die notwendige Kreditwürdigkeit demonstrieren Staaten durch Wachstum und Wachstumsaussichten. Kapitalistisches Wachstum wiederum erfordert Unternehmen, die Geschäfte wittern. Da bei diesen der Lohn der Lohnabhängigen in der Kalkulation als Abzug vom Gewinn auftaucht, kommt man ihnen staatlicherseits gerne mit Maßnahmen entgegen, die die Lohnsenkung befördern.

Im Workshop werden nicht nur die Maßnahmen des Sparpakets behandelt, sondern auch die sich um diese rankenden Ideologien. Gleichzeitig wird klar werden, dass man, wenn man dem Kapitalismus das Däumchen drückt, um Verarmungsmaßnahmen nicht herumkommt. Das aktuelle österreichische Sparpaket ist nicht einfach nur eine Brutalität von SPÖ und ÖVP. Auch alle anderen Parteien, die zur Standortverwaltung antreten, würden ähnliche Maßnahmen setzen. Denn Kapitalismus ist nur mit dauerhaft verarmter Mehrheit zu haben.

WannMittwoch, 14. März · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Immer wieder mahnen gesellschaftskritische Menschen “besseren Konsum” an. Sei es, dass sie zum Kauf von “Fair trade”-Waren aufrufen, sei es, dass es wieder einmal ein Unternehmen zu boykottieren gilt. Auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Umweltverschmutzung ist das Konsumverhalten immer wieder Thema.

Wir wollen an diesem Abend die provokante These vertreten, dass diese Art der Konsumkritik eine gut gemeinte, aber nichtsdestotrotz grundfalsche Variante der allseits beliebten “Der Kunde ist König”-Ideologie ist.

WannMittwoch, 8. Februar · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Diesen Monat setzen wir uns mit der provozierenden These auseinander, ob die Demokratie die Wiege des Faschismus sein könnte. Wir lesen gemeinsam einen Text, der sich diese Frage stellt und diskutieren darüber, ob die parlamentarische Demokratie wirklich das Gegenteil des Faschismus ist oder doch eher dessen Wegbereiter darstellt.

WannMittwoch, 11. Jänner · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Was ist Wachstum eigentlich? Andauernd wird davon geredet und alle klagen, wenn es mal keines gibt. Der Staat braucht Wachstum, die Unternehmen auch, und auch die Lohnabhängigen sind anscheinend vom Wachstum abhängig. Was hat es also damit auf sich?

Wir lesen gemeinsam einen (kurzen) Text zum Thema Wirtschaftswachstum und diskutieren.

WannMittwoch, 14. Dezember · 19:00
WoSub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

„Hurra, hurra, die Schule brennt“, so ein Hit in den 1980ern, der auch noch heute gerne gehört wird. Vielen Menschen gefällt das Lied, weil sie (fast) nur negatives mit dem herrschenden Bildungssystem verbinden. Das ist kein Wunder, da Bildung im Kapitalismus über Konkurrenz abgewickelt wird. Bildung im Kapitalismus ist zuallererst Selektion, das heißt, dass die grundlegende Regel ist: es kann nur „Sieger_innen“ geben, weil es immer „Verlierer_innen“ gibt. Anders formuliert: Es gibt nur eine „Bildungselite“, weil massenhaft Menschen von Bildung ausgeschlossen werden – ganz bewusst, mit System. Insofern greifen auch bekannte Sprüche wie, „Man muss sich nur anstrengen“, zu kurz.
Wir wollen im Zuge des Abends Thesen und Argumente zur Bildung im Kapitalismus präsentieren und diese mit euch debattieren.

Wann: Samstag, 3. Dezember · 11:00 – 18:00
Wo: Sub Salzburg – Müllner Hauptstraße 11b, 5020 Salzburg

Die 2007 ausgebrochene Finanzkrise ist immer noch nicht überwunden. Begonnen hat sie damit, dass bestimmte Arten von Wertpapieren („asset backed securities“ und „collateralized debt obligations“) keine Käufer mehr fanden und darüber ihren Wert verloren. Zwischen Frühjahr 2007 und Frühjahr 2008 ist die Industrieproduktion in Europa um 20 % gesunken. Die vom Konkurs bedrohten Banken konnten nur mit staatlichen Zuschüssen und Garantien vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. Ergebnis dieser staatlichen Rettungsmaßnahmen ist ein Banksystem, dessen Stabilität immer noch zweifelhaft ist, und eine Staatsverschuldung, die dazu führt, dass viele Staaten auf den Finanzmärkten keinen Kredit mehr bekommen oder dies ernsthaft befürchten müssen. Dass der Lebensstandard der Lohnabhängigen weltweit im Zuge der Krisenbewältigung gesenkt wird, ist dem wirtschaftlichen Sachverstand selbstverständlich. Den Rest des Beitrags lesen »

Wann: Donnerstag, 24. November · 17:00 – 20:00
Wo: Uni Salzburg, Rudolfskai 42, Hörsaal 381 (Geswi)

„Die FPÖ verstößt gegen einen – antifaschistischen, antirassistischen etc. usw. – Grundkonsens“ (alle).

Nun, die FPÖ reklamiert „Antifaschismus“ gar nicht für sich und hält nichts von einem derartigen „Grundkonsens“, so einer sei nicht „identitätsstiftend“ und tauche ohnehin „erst 1983“ in Österreich auf. Sie sieht die Republik mehr auf einem „demokratischen Grundkonsens“ basierend. Die Kontroverse dreht sich also um die Frage, wie „wir“ „uns“ die Gutheit unseres Gemeinwesens zurechtlegen wollen: Als vorbildlich demokratisches Gebilde und damit als Absage an jeglichen „Totalitarismus“ von „links und rechts“, wie die FPÖ – oder genauso und noch zusätzlich als spezielle Absage an unsere „unselige Vergangenheit“, die nur uns gehört und wo wir ganz eigen betroffen und damit moralisch kompetent sind, weswegen diese „niemals vergessen“ werden darf. „Wir“ zeichnen uns nämlich seit 1945 durch das Unterlassen einer Judenverfolgung so vortrefflich aus und bewundern uns an Feiertagen exzessiv für diese Großtat – und deswegen darf der Holocaust als das negative Gegenbild zu „uns“ von Rechts wegen nicht „geleugnet“ werden: Wir „erinnern“ und „mahnen“ uns auf diese Weise ständig an unsere Gutheit. Die „Leugner“ im Dunstkreis der FPÖ – auf Nachfrage achtet die Partei die einschlägigen Gesetze, auch wenn Repräsentanten diese ab und an als Beschränkung der Meinungsfreiheit interpretieren – vertreten eine alternative Variante eines supersauberen Nationalbewusstseins: „Wir“ haben und hatten „uns“ nie etwas vorzuwerfen.

Das „Ausländerproblem“ – die „Kernkompetenz“ der FPÖ – ist nicht lösbar, es muss abgeschafft werden. Ausländer müssen sich anpassend an die christliche Leitkultur „integrieren“, oder sind nur befristet und als Ausnahme von der Regel zugelassen; sie müssen also als Ausländer so oder so verschwinden, entweder durch Assimilation oder durch Verabschiedung. In diesem Standpunkt sind die „Inländerfreunde“ von der FPÖ nach jedem Wahlerfolg von den Konkurrenzparteien bestätigt worden, zuletzt nach den Wahlen in Wien: Versäumnisse bei der Integration wurden allseits einbekannt und wieder einmal Handlungsbedarf entdeckt, der nun auch von einem eigenen Staatssekretär erledigt werden soll. Da herrscht der Konsens der Demokraten. Vorgeworfen wird der FPÖ gern ihre „menschenverachtende Sprache“ – und es ist, wenn überhaupt, die Sprache, die die freiheitlichen „Hassprediger“ von den zutiefst „menschlichen“ sonstigen Ausländerproblempolitikern unterscheidet. Apropos freiheitliche Islamhasser, „Abendland in Christenhand“ und lustige Moschee-Eliminierung-Spielchen: Jörg Haider, damals FPÖ-Chef, ist im vorigen Jahrhundert gegen seine Denunziation als „politischer Ziehvater und Ideologe des rechtsextremen Terrors“ vor Gericht gegangen – und hat verloren. Geschadet hat diese behauptete Nähe zum Terror weder ihm noch der Partei. Den Rest des Beitrags lesen »